Am frühen Morgen - zumindest für Urlaubsverhältnisse - sind wir zum nächsten Zwischenstopp aufgebrochen.
Nachdem das WoMo auch immer wieder Durst hat, haben wir es in Lons mit Nachschub versorgt. Günstig ist das
Tanken bei Supermärkten.
Die ganze Fahrt über hat es nur - mal mehr, mal weniger - geregnet. Für die 439 km haben wir stolze 8,5 Stunden
gebraucht. Es lag nicht nur am Regen, denn ein Großteil der Fahrt ging über die Landstrassen. Bei Sainte Enimie
wurde es richtig interessant. Der Ort liegt im Tal der Tarn. Also vom Plateau über enge Strassen und Serpentinen runter
zum Ort und auf der anderen Seite das Gleiche wieder hoch auf's Plateau. Nach Meyrueis dann wieder runter. Nicht ganz
so enge Kurven, aber dafür sehr schmale Strassen.
Zu guter Letzt haben wir uns dann auf dem Stellplatz auch noch, auf grund des aufgeweichten Bodens, festgefahren.
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Bevor es in den Ort geht, haben uns fleißige Helfer aus dem Matsch geholfen.
In den Ort ist es ein Fußweg von ca. 15 Minuten. Meyrueis liegt am Zusammenfluß
der Jonte mit der Le Bethuzon. Es ist ein typischer Ort der Gegend. Speziell sind die doch
recht engen Straßen. Hier ist Höflichkeit Pflicht, sonst geht nichts mehr. Bürgersteige sind
hier Mangelware. Im Zentrum findet man Souvenierläden, Läden mit regionalen Produkten und
natürlich Bars, Cafes und Restaurants. Auf einem der umliegenden Felsen entdeckten wir eine
kleine Kirche. Das scheint ein schöner Ausblick zu sein. Nur,wie kommen wir da hoch? Geschafft!
Ja, die Aussicht ist toll.
Weil wir noch Zeit hatten, haben wir einen Abstecher zum Chateau de Roquedols, einem verlassenen
Schloß unternommen. Es ist wirklich verlassen und verschlossen. Also, wieder zurück und zum Camping.
Auf der anderen Straßenseite befindet sich das platzeigene Freibad. Aktuell ist es wegen Bauarbeiten
geschlossen. In der Nähe gab es aber noch einiges zu sehen, wie interessante Felsen und ein kleine
Höhle, die ich in Besitz genommen habe.
Die Übersetzung mag recht frei sein, denn der offizielle Titel laut Wander-App ist "Point
Sublime der Corniche du Causse Noir". Aber egal, es kommt darauf an, ob es schön war oder nicht.
Interessant und ein kleines Abenteuer war es auf jeden Fall.
Die Beschreibung des Rundweges beginnt an der Ruine der Priorei Saint-Jean des Balmes, soll ca.
11 km lang sein und hat einen Höhenunterschied zwischen höchstem und niedrigstem Punkt von 193 m.
Zum Ausgangspunkt sind es vom Camping 23 km, die mit dem Auto in 28 Minuten bewältigt werden. Es
dauert so lange, da die Strecke Serpentinen, enge Kurven und teilweise noch engere Straßen hat.
Gute Schuhe und Getränke wurden empfohlen. Der Weg ist zu einem großen Teil schattig.
Der Weg ist anfangs gut begehbar, breit und führt durch ein Waldstück. Wir sollten der
gelben Markierung folgen. Irgendwann kam es uns aber seltsam vor, da wir uns vom ersten Zwischenstopp
immer weiter entfernten. Die Nachfrage bei Google ergab, daß wir eine Abzweigung verpasst hatten. Also
zurück. An der Abzweigung fanden wir dann auch ein Minischild, was wir komplett übersehen hatten. Der
Weg wurde jetzt schmaler und führte abwärts. Durch die Bäume waren die ersten Klippen zu sehen. Vom
Rundweg sollte man unbedingt einen Abstecher zu den Ruinen der Erimetage Saint-Michel machen. Das war wohl
eher für sehr sportliche und jüngere Wanderer gedacht. Um die Ruine in Augenschein zunehmen und einen
sicher tollen Ausblick zu haben, mußte man Leitern und Treppen steigen. Das war nichts für unsere alten
Knochen. Zurück zum Abzweig. Von dort führte der Weg, jetzt deutlich schmaler werdend am (Ab)hang der
Felsen entlang. Gut, daß der Blick nach unten meist durch niedrigen Baumbewuchs verhindert wurde. Dafür
hatte man immer wieder Aussichtspunkte, die den grandiosen Blick auf das Felsmassiv freigaben. Hier
konnte man auch mal schauen, wie es sich anfühlt, über 100 m direkt in die Tiefe zu sehen. Nur was
für Schwindelfreie. Etwas Besonderes sind die Säulenfelsen, die im Laufe der Jahrtausende entstanden.
Aber auch ein Blick nach oben kann sich lohnen, denn über einem kreisen die Geier.
Gefühlt nach einer Ewigkeit führt der Weg dann steil über Wurzeln und Steine nach oben. Danach
waren es "nur" noch 3 km zurück zum Parkplatz. Nach dann doch 15 km lt. Schrittzähler und 6,5 Stunden
war wir froh, als der Camper vor uns stand.
Trotz aller Strapazen für uns ungeübte Wanderer, war der Ausflug ein nachhaltiges Erlebnis.
Nachdem die gestrige Wanderung noch etwas ihre Spuren hinterlassen hat, machen wir einen ruhigen Tag. Ganz faul waren wir nicht. Am Vormittag schnell noch einkaufen (trotz Sonntag!) - leckeres Baguette. Am Nachmittag mit den Füßen mal die Temperatur der Jonte testen und dann doch schnell in den Ort zu einem leckeren Eisbecher.
Heute geht es zu unserem Endziel nach