Der Start ins Camperjahr 2026 sollte wieder eine kurze Fahrt in die Nähe werden, so 1 bis 1,5
Stunden Anfahrt. Von mehreren Seiten hatten wieder gehört, daß es in Miltenberg sehr schön sein soll.
Das Wetter sollte nach der aktuellen Vorhersage auch mitspielen. Leider gab es im Maincamping Miltenberg
nur noch Stellplätze vom 22.04. bis 24.04.; geplant war bis zum 25. Dann muss das eben reichen oder wir
haben noch einen anderen Einfall.
So sind wir am Nachmittag des 22. auf dem Campingplatz angekommen. Wir bekamen einen schönen, sonnigen
Wiesenstellplatz. Maincamping liegt direkt am Mainufer und teilweise unter der Mainbrücke. Nachdem wir den
Camper abgestellt und an den Strom angeschlossen hatten, sind wir sofort zur Altstadtbesichtigung
aufgebrochen.
Die Altstadt ist geprägt von vielen sehr gut erhaltenen Fachwerkhäusern. In der Fussgängerzone gibt
es dazu noch genügend Schaufenster zu schauen. Wer sich nicht nur auf die Schaufenster konzentriert, kann
noch manches interessante Detail entdecken. Eine besonders interessante Fassadengestaltung findet man im
Schwarzviertlerbereich. Dort ist auch das Brauhaus Faust, was eine Vielzahl von Biersorten anbietet,
zu finden. Ein paar Schritte weiter entdeckten wir noch einen alten Weinkeller.
Etwas pflastermüde haben wir uns in den Faust Braustuben bei leckeren Essen und guten Bier gestärkt. Auf
dem Weg zurück zum Camper begegneten wir noch 3 Herren, die wohl zuviel Faust genossen hatten und sich
nicht mehr zurückhalten konnten?
Für eine größere Darstellung, einfach auf das Bild klicken.
Heute haben wir den ganzen Tag Zeit und können auch etwas von der Umgebung erkunden. Der Weg führte uns
wieder über die Mainbrücke und durch die Altstadt. Wir wählte für den Rundgang zuerst die Stufen hoch zum
Schloß. Von da startete später ein schöne, aber auch interessanter Rundweg. Vom Fuß des Schlosses hat man
schon einen schönen Blick über Miltenberg, den Main bis zum Spessart. Aber noch viel besser ist der
Ausblick, wenn man den Wachturm der Burg erklimmt. Es sind ja nur ca. 160 Stufen hoch, aber auch wieder
runter.
Für die anschließende Wanderung wählten wir die Route "3 im Wald". Der erste Teil, der Baumerklärpfad,
führt stetig, aber mäßig bergan bis zum Aussichtspunkt beim Odin. Unterwegs werden die einzelnen Baumarten
auf Schautafeln erklärt. Bei der Odinfigur beginnt der Kunstpfad. Auch hier gibt es rechts und links vom Weg
diverse Schauftafeln. Der Kunstpfad endet am Ottostein. Von da führt der Naturbarfußpfad wieder zurück zum
Ausgangspunkt. Ein besonderes Erlebnis ist das Felsmeer. Der Weg durch die Felsen, ist was für fitte Wanderer und
nur bei trockenem Wetter zu empfehlen. Wem diese sportliche Übung noch nicht gereicht hat, darf sich anschließend
an verschiedenen Hindernissen aus Holz testen.
Zurück zum Wohnmobil führte der Weg durch ein altes Stadttor wieder in die Altstadt mit der Fußgängerzone und
den schönen Schaufenstern.
Nachdem für das Wochenende in Miltenberg alles ausgebucht war, sind wir nur ein paar Kilometer weiter
nach Klingenberg gezogen. Dort soll es auch sehr schön sein. Auf der Karte von Google Maps fiel mir die
Seltenbachschlucht auf. Unser neues Quartier schlugen wir auf dem Campingplatz Mainwiese in
Klingenberg/Röllfeld auf. Dass die Betreiber humorvoll sind, war schnell zu erkennen.
Da wir bereits zur Mittagszeit angekommen waren, sind wir auch Richtung Zentrum marschiert, um die
Altstadt zu inspizieren. Resümee: Miltenberg ist um Längen schöner. Dafür entschädigte dann die Seltenbachschlucht.
Am Eingang hat man die Möglichkeit, in einen altertümlichen Kühlraum durch die Gittertür zu schauen. Ein paar
Meter weiter informierte uns eine Tafel darüber, daß der Bach als Kinderstube für Feuersalamander dient. Es
dauerte auch nicht lange und man konnte die Kleinen im Wasser sehen. Der Weg führt direkt am Bach entlang, mal auf
der rechten und mal auf der linken Seite. Es gab sogar die Möglichkeit, meine noch vorhandene Sportlichkeit
erfolgreich zu testen. Am Ende der Schlucht steigt der Weg steiler an und man kommt an den Überresten
eines alten Tonbergwerkes vorbei. Wir sind den Weg weiter gefolgt bis zur Burgruine. Die Zufahrt zur Burg
ist begrenzt von kleinen Weinhängen, die über eine einfache Steintreppe erreichbar sind. Schwindelfreiheit
ist da von Vorteil.
Leider war das Restaurant auf der Burg noch nicht geöffnet, so daß wir auf den erhofften Cappuccino
verzichten mußten. Dafür konnten wir beobachten, wie eine Schleuse funktioniert. Der Weg zurück zum
Camping war bereits bekannt und hat nichts Neues geboten.
Am Ende der Tour zeigte der Schrittzähler stolze 12 km und wir hatten nicht nur leicht schmerzende
Füße, sondern auch Hunger. Der nette Betreiber vom Campingplatz empfahl uns die Gaststätte "Zum fröhlichen
Mann" bei Mimo und Sandra. Dort gäbe es die beste Pizza. Wir sollte zeitig erscheinen, denn die Plätze
sind immer schnell weg. Der Mann hatte Recht!
Und sie bewegen sich sogar, wie das Video zeigt.
Für April war der Samstag recht warm und so suchten wir uns einen altergerechten Wanderweg aus. Die "Hasen"-Runde
beginnt am Ortausgang Richtung Röllbach und führt fast komplett durch einen Laubwald. Der Main war nur an
wenigen Stellen zu sehen. Auf dem Rückweg wollten wir in der Gaststätte, die uns auf den Hinweg schon
aufgefallen war, eine kleine Kaffeepause machen. Daraus waurde aber nichts. Einen schönen Platz auf der Terrasse
hatten wir schnell gefunden. Und schon bekamen wir unaufgefordert jeder ein Glas Secco. Es war die Zeit der
Spargel- & Weintage 2026 der Winzerstube Wengerter. Also gab es ein verspätetes Mittagessen - Spargel
mit Hollandaise, fränkishce Bratwurst, Kartoffeln und ein Glas Weinschorle. Das war eine leckere Überraschung.
Der Tag klang gemütlich am Wohnmobil aus. Heiße Füße wurden im Main abgekühlt.
Schnell vergingen die Tage und wir mußten uns auf den Heimweg machen.
Tschüß, bis irgendwann!