Dampflokomotive BR50 der DR.

Im April 1937 erteilte das Reichsverkehrsministerium den Auftrag, eine neue Güterzuglokomotive zu beschaffen. Die entstehende BR 50 sollte die glücklichste Konstruktion der Deutschen Reichsbahn werden. 1939 lieferte Henschel die ersten 12 Maschinen. Bis 1943 wurden 3164 Maschinen der BR 50 von nahezu allen europäischen Lokomotivfabriken gebaut. Ab 1942 sind die Loks in vereinfachter Ausführung als Übergangs-Kriegsloks (BR 50 ÜK) gebaut worden und entsprachen in vielen Bauteilen der Kriegslok BR 52. Nach 1945 gelangten noch 2159 Maschinen zur DB und 208 Maschinen zur DR. Durch Umbauten verringerte sich das Gewicht und die BR 50 konnte noch vielseitiger eingesetzt werden und löste auf vielen Nebenbahnen die dort eingesetzten Tenderlokomotiven ab.

Bei der DR mußten die Kessel Mitte der 50er Jahre erneuert werden. Wegen akutem Lokmangel war an eine Ausmusterung nicht zu denken. Deshalb modernisierte die DR alle 108 Maschinen und baute neben den Neubaukesseln noch Knorr-Mischvorwärmer, Seitenzugregler und Witte-Windleitbleche ein. Ca. 60 Maschinen erhielten zudem noch den Giesel-Flachejektor mit dem typischen flachovalen Schornstein. Bis 1966 wurden 72 Lokomotiven auf Ölhauptfeuerung umgerüstet. Zusammen mit der BR 52 beendeten die Rekoloks der BR 50 in den 80er Jahren die Dampftraktion bei der DR.

Epoche III der Deutsche Reichsbahn; DDR (bis 1994)

Technische Daten:

Elektrische Schnittstelle nach NEM 651

Kupplungsaufnahme nach NEM 358 und Kurzkupplungskinematik

2 Spitzenlicht mit Fahrtrichtung wechselnd

digitalisiert

Länge über Puffer: 191 mm

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